DiCa

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„DiCa – Distance Caregiving“
Pflege- und Hilfepotenziale über nationale Distanzen und internationale Grenzen hinweg.

Aktuell sind ca. 3,41 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung (SGB XI) – mit steigender Tendenz. Angehörige spielen dabei in der häuslichen und stationären Gesundheitsversorgung eine bedeutsame Rolle.
Infolge steigender Mobilität und gesellschaftlichem Wandel leben Angehörige aber nicht immer in räumlicher Nähe zu Ihren Nächsten. Das interdisziplinäre F+E-Projekt „DiCa – Distance Caregiving“ setzt hier an und fragt: Welche Beiträge können Angehörige für Pflege- und Hilfebedürftige auch aus räumlicher Entfernung leisten und welche Rahmenbedingungen sind hierfür förderlich? Welche Strategien und Chancen ergeben sich durch technische Lösungen, aber auch durch Informationen, Vernetzung und Case Management? Was bedeutet das auch für die Arbeitgeber sowie die Sozial- und Gesundheitsdienste?
Das Projekt will Lösungen entwickeln und Konzepte evaluieren: für pflegende Angehörige in räumlicher Entfernung, aber auch für Betriebe und Pflegedienstleister. Es wird in binationaler Kooperation von der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg (D) und Careum Forschung (CH) durchgeführt.

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Projektleitung: Prof. Dr. Annette Franke
Förderung: „DiCa – Distance Caregiving“ wird von Juni 2016 bis Mai 2019 vom Deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderlinie „Forschung an Fachhochschulen“ gefördert.

Neu: Ad-hoc Studie „Distance Caregiving in Zeiten der Corona-Pandemie“

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie haben sich zahlreiche informelle Pflegearrangements in Deutschland verändert. Die einschränkten Möglichkeiten von persönlichen Kontakten zu älteren Menschen mit Unterstützungsbedarf war und ist teilweise immer noch für viele Angehörige eine große Herausforderung. Gleichzeitig existiert mit den so genannten „Distance Caregivers“ (d.h. Angehörigen, die über eine geografisch spürbare Distanz pflege- und hilfebedürftige Menschen unterstütze) eine Personengruppe, die bereits vor dem Ausbruch von COVID-19 ohne täglichen persönlichen Kontakt vielfach Unterstützung für Angehörige geleistet hat.
Die Ad-hoc Studie „Distance Caregiving in Zeiten der Corona-Pandemie“ untersucht dabei, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie retrospektiv auf diese spezifischen Pflegearrangements bei räumlicher Distanz aus Sicht der „Distance Caregivers“ hatte. Dabei wird u.a. den Fragen nachgegangen, wo möglicherweise Veränderungen auftraten, welche neuen Herausforderungen, aber vielleicht auch positiven Aspekte erlebt wurden oder welche bereits bekannten Strategien den Umgang mit „Social Distancing“ eingesetzt wurden.

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